Rezension zu "Der Schatten meines Bruders" von Tom Avery

  
Klappentext:  

Nach dem Tod ihres Bruders steht Kaias Welt still. Was kommt nach dem Nichts? Eine zutiefst berührende Geschichte über das Weiterleben, wenn plötzlich nichts mehr ist, wie es war. Kaias Bruder ist tot. Nichts mehr wie vorher. Nicht für Kaia und nicht für ihre Mutter, die in ihrer Trauer die Tochter aus den Augen verliert. Nur einer dringt noch zu Kaia durch: der wilde, stumme Junge, der neu an der Schule ist. Wo kommt der Junge her? Gibt es ihn wirklich? Langsam, sehr langsam fasst Kaia wieder Vertrauen zu ihren Freundinnen, die sie davon überzeugen, dass echte Freundschaften auch tiefe Krisen überwinden.

Verlag: Beltz & Gelberg
Erscheinungsdatum: 3. Februar 2014
Seiten: 143 ohne Danksagung
Genre: /
Preis:  12,95€ auf Amazon


Inhalt:

Kaias Bruder Moses ist gestorben und für sie steht die Welt still. Sie ist fest gefroren und scheint so schnell nicht wieder aufzutauen. Das Einzige was sie noch von ihm hat, ist das Buch, das er ihr zum Geburtstag geschenkt hat und die Erinnerung daran, wie er ihr neues Fahrrad gestrichen hat. Natürlich erinnert sie sich auch an das Blut... Seit es passiert ist, ist Kaias Leben ziemlich schlecht verlaufen. In der Schule wird sie gemobbt, Freunde hat sie nicht mehr und ihre Mutter trinkt nur noch anstatt sich mit ihr zu beschäftigen. Doch dann tritt dieser Junge in ihr Leben und es scheint ein bisschen wärmer zu werden. 


Meine Meinung:

Gleich zu Anfang möchte ich anmerken, dass es sich hierbei keines Wegs um ein Liebesroman handelt und es kommt auch generell keine Liebesgeschichte darin vor. Diese Buch handelt von Verlust, Trauer und Freundschaft. Es geht darum, wie Kaia nach dem Tod ihres großen Bruders zurück ins Leben findet und langsam wieder auftaut. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und streckenweise hat es mich sehr bewegt, trotz der wenigen Seiten. 

Der Schreibstil des Buches macht es so besonders. Alles ist aus Kaias Sicht geschrieben, genauer gesagt hat sie von einen Lehrer die Aufgabe bekommen ein Tagebuch zuführen, und eben dieses lesen wir. Kaia schreibt wie ein Jugendlicher, aber sicher nicht wie ein typischer. Sie ist anderes als die anderen, seit dem ihr Bruder gestorben ist, denkt z.B. über Dinge nach, über die andere nicht nachdenken würden. Ich fand es ganz lustig als sie sich Gedanken über das Starren gemacht hat. Das dies ja unhöflich sei, sie aber kaum verstehe wieso und sie ist der Meinung es sollte erlaubt sein zu starren, alle sollten starren dürfen.
Zudem gibt es in diesem Buch viele schöne Zitat wie z.B. "Schneide tief in einen Baum, und beim Wachsen wächst seine Narbe mit. Sie heilt nicht. Sie verschwindet nicht. Sie wird groß wie der Baum." Auch das das mir wirklich gut gefallen. 

Es war für mich sehr spannend mit zu verfolgen, wie Kaia aus diesem Sumpf der Trauer entkommt, wie sie langsam auftaut. Es war eine andere Spannung wie bei anderen Bücher. In denen man versucht heraus zu finden wer der Mörder war oder etwas von einer wilden Verfolgungsjagd liest. Man kann als Leser gut mit ihr mit fühlen, unabhängig davon, ob man schon mal einen ähnlichen Verlust erlitten hat. Das schaffen nicht viele Bücher und ich rechne es diesem hoch an. Spannung in ein solches Buch der Trauer zu bringen, war echt genial. 


Fazit:

 Ein wirklich schönes Buch, mit noch schöneren Zitaten, das auf seinen 143 Seiten den Leser fesselt und gleichermaßen berührt. Mehr gibt es zu dem Buch nicht zu sagen. 5 von 5 Sternen.

 

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