Rezension zu "Der Tag wird kommen" von Nina Vogt-Ostil


Klappentext: 

Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst. Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten – und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben.



Verlag: Coppenrath
Erscheinungsdatum: Januar 2014
Seiten: 240
Genre: Jugendbuch (Kann aber auch von erwachsenen gelesen werden)
Preis:  14,99€ auf Amazon



Inhalt: 

Hans-Peter lebt allein mit seiner Mutter, trifft sich ab und zu mit seinem Vater und wird in der Schule gemobbt. Er weiß, es geht nur darum zu überleben. In wenigen Jahren ist er fertig mit der Schule und dann muss er sich nicht mehr mit Leuten wie Andreas herumschlagen. Doch einfach nur überleben ist schwieriger als es sich anhört. Besonders als Hans-Peter plötzlich nicht mehr unsichtbar ist. Seine übliche Strategie, den Kopf unten halten und an bestimmten Zeiten an bestimmten Orten seit, funktioniert nicht mehr. Dann passieren einige Dinge und Hans-Peter entschließt sich endlich in die Offensive zu gehen. Doch was macht das aus ihm?


Meine Meinung:

Gleich zu Anfang möchte ich anmerken, dass diese Rezension komplett ohne Spoiler sein wird. Ab und zu baue ich ja mal ganz kleine Spoiler ein, um bestimmte Sachen zu erklären. In dieser Rezension habe ich mich dagegen entschieden. Was ich aber sagen kann ist, dass das Buch eine andere Richtung einschlägt, als der Klappentext vermuten lassen mag. Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, ob man böse geboren wird oder ob die Gesellschaft einen böse macht. Dazu nutzt die Autorin das Beispiel Mobbing in Kombination mit einem kleinen Schuss SciFi und setzt ihre Idee auch sehr gut um.

Mit Hans-Peter hat sie einen typisches Mobbing Opfer erschaffen. Einen eigentlich ziemlich netten Jungen, dessen Elternhaus zerbrochen ist und der ohne ersichtlichen Grund niedergemacht wird. Das Mobbing ist diesem Falle aber schon weit Fortgeschritten und Hans-Peter hat Mittel und Wege gefunden damit zu leben oder zumindest zu überleben. Beispielsweise denkt er während des Unterrichts schon darüber nach wie und wann er am besten losgehen sollte, damit er seine Peiniger nicht trifft. Er kann im schlimmsten Falle sehr schnell Fluchtwege und Verstecke erkennen und ist ein ziemlich guter Läufer. Der Blickpunkt liegt dabei weniger auf dem Mobbing selbst und mehr darauf, was das Jahre lange Mobbing aus dem Jungen gemacht hat. Auch das hat die Autorin sehr gut geschrieben. 

Das ganze Buch ist in einem jugendlichen Schreibstil gehalten. Die Schrift ist sehr groß, die Kapitel recht klein und es gibt viele Seiten mit Chatverläufen, was das lesen des Buches sehr einfach und schnell macht. Alles ist aus der Sicht von Hans-Peter geschrieben(bis auf die Chatverläufe natürlich) und somit bekommen wir auch Einblicke in seine Gedanken- und Gefühlswelt, was gerade bei dem Thema des Buches bzw. bei der Frage mit dem sich das Buch beschäftigt, sehr gut ist.

Über das Ende lässt sich streiten. Wer das Buch gelesen und mit gedacht hat, der weiß was es bedeutet. Und doch hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn das Buch noch so etwas wie einen Epiloge gehabt hätte. Alles in allem war es aber verständlich und ein recht guter Abschluss. Viel mehr kann ich dazu leider nicht sagen ohne zu spoilern.


Fazit:

Mal wieder ein Buch in dem es um Mobbing geht, dessen Hauptthema aber eigentlich gar nicht das Mobbing selbst ist sondern seine Folgen ist. Mobbing wird hierbei als Beispiel genutzt. Eigentlich geht es eher darum, die Frage zu klären ob man böse geboren wird, oder ob man von der Gesellschaft böse gemacht wird. Es hat einen sehr jugendlichen Schreibstil, der mir gut gefallen hat und lässt sich schnell & leicht lesen. Zudem regt das Buch zum nachdenken an und dass ist ja immer gut, oder?








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