Rezension zu "Die Hüterin Mitgards" (Elbenthal- Saga 1#) von Ivo Pala

Klappentext:

In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenjas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenja dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenja ist die letzte Hoffnung denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards... 


Verlag: Fischer Verlag
Erscheinungsdatum: 1 März. 2012
Buchtrailer: *Klick*
Seiten: 383 ohne Danksagung
Genre: Fantasy
Preis:  19,99€ bei Amazon
Ort der Handlung: Dresden, Elbenhain



Inhalt:

Svenya ist eine Waise und lebt seit Jahren auf der Flucht. Vor der Polizei, dem Jugendamt und dem dreckigen Charlie. Doch in der Nacht in der sie 17 Jahre alt wird, erfährt sie, dass sie ein großes Schicksal erwartet. Zusammen mit diesem Schicksal kommt unendlicher Reichtum, Stärke und Unsterblichkeit, aber auch Verantwortung. Wird sie sich der großen Aufgabe stellen und ihren rechtmäßigen Platz als Hüterin Midgards einnehmen? Und welchen schweren Entscheidungen muss sich sich dafür stellen?

Meine Meinung:

Die Hüterin Midgars ist ein Buch, dass Legenden und Mythen wahr werden lässt. Doch es ist kein fantastisches Abenteuer das einen in eine ganz andere Welt einführt. Der Elbenhain liegt unterhalb von Dresden, doch der Einfluss der Menschen ist auch dort nicht zu verkennen. Neben magisch geschmiedeten Krumsäbeln und Speeren, finden sich unter den Waffen der Krieger auch Maschinengewehre und Automatikpistolen. Zugegeben, die Mischung ist anders und definitiv gewöhnungsbedürftig, doch der fantasy Teil in der Geschichte überwiegt und es macht richtig Spaß das Buch zu lesen. Man sollte sich also von der etwas anderen Herangehensweise nicht abschrecken lassen ;)

Die Geschichte an sich hat mir super gefallen. Ein bisschen was von nordischer/germanischer Mythologie(Thor, Loki, Midgard, die 9 Welten ect.) wusste ich im Vorfeld schon durch gewisse Kinofilme (^^). Aber ich denke im Buch werden die wichtigsten Dinge erklärt, oder erklären sich selbst im jeweiligen Zusammenhang, also brauch man hier eigentlich kein Vorwissen. Wer sich aber für so etwas interessiert der wird mit dem Buch sicher nur noch mehr Spaß haben . Aber es geht hier keines Falls darum, dem Krieg irgendwelcher Götter beizuwohnen, sondern die Menschen zu beschützten: Wie und warum genau werde ich euch nicht verraten, aber so viel sei gesagt: Die Handlung wird wohl auch weiterhin in und unter der Erde Stadt finden. Keine Regenbrücken oder ähnliches :P

Auch die Protagonistin Svenya hat mir super gut gefallen. Sie ist eine Waise die sich in ihrem Leben schon oft behaupten musste und die die letzten paar Jahre auf der Straße gelebt und unter Brücken geschlafen hat. Ihre Ausdrucksweise ist dementsprechend manchmal etwas schroff und auch ihr Verhalten wurde durch ihre Vergangenheit sichtlich geprägt. Alles in allem ist sie aber ein ziemlich netter und recht schaffender Charakter den man schnell ins Herz schließt und mit dem man auch mit fiebert. Erlitt sie beim Training Rückschläge war ich diejenige die ihr zugerufen hat, dass es beim nächsten Mal besser klappen wird. Und hat sie einen Kampf gewonnen, musste ich strahlen vor stolz.

Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gefallen. Zugegeben, so wie sie auf der offiziellen Internetseite zur Elbenthal-Saga gezeichnet sind, habe ich sie mir nicht vorgestellt, aber so ähnlich :P Auch die meisten Wendungen im Buch habe ich nicht vorausgesehen und das hat das ganze noch spannender für mich gemacht. Die knapp 400 Seiten habe ich ohne große Mühen, relativ schnell durchgelesen und ich bin froh schon die nächsten Teile bereit stehen zu haben.

Somit schmerzt mich das Ende dieses Bandes auch nicht und auch ein mieser Cliffhänger hätte mich nicht so sehr gestört, wie bei Bücher unabgeschlossener Reihen. Doch soetwas in der Art war hier gar nicht vorhanden. Es gab sogar zwei verschiedenen Epiloge was mir richtig gut gefallen hat! Und der letzte der beiden hatte es sogar richtig in sich. Es war ein guter Abschluss für den ersten Teil der Geschichte und lässt den Leser mit einen Gefühl der Genugtuung zurück.


Fazit:

Alles in allem also ein wirklich guter Fantasyroman mit nordisch/germanischen Inhalten und einem recht modernen Setting. Gute und überzeugende Charaktere und ein wirklich schönes Endes eines ersten Bandes. Mit 4 von 5 Sternen lasse ich den anderen beiden Büchern noch etwas Luft nach oben und werde mich so gleich auf Teil 2 "Der schwarze Prinz" stürzten :P










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